Rotes Haus

Das Atelier der Künstlerkolonie im sogenannten „Roten Haus“


Impressionen aus dem Maleratelier Rotes Haus



Das „Rote Haus“ – welches ursprünglich im 19. Jahrhundert als Werkstatt eines Messers- oder Scherenschleifers entstand - wurde ab 1945 als Atelierhaus, erst durch den Maler Erwin Bowien (1899-1972), später durch alle Künstler der Gemeinschaft genutzt. Aus dieser Zeit stammen mehrere Umbauten.


Das Rote Haus (Atelierhaus der Künstlerkolonie) in Solingen, Zustand im Januar 2021
Das Rote Haus (Atelierhaus der Künstlerkolonie) in Solingen, Zustand im Januar 2021

Besonders erwähnenswert sind die farbigen Glasfenster des bedeutende Kölner Glaskünstlers Fritz Hans Lauten (1935-1989) welche er als häufiger Besucher des Hauses eigenhändig in den 60er Jahren einbaute und dadurch dem Atelier eine bis heute bestehende unverkennbare architektonische Note verlieh.


Erwin Bowien (1899-1972) - Reparaturarbeiten am „Roten Haus“, 1961
Erwin Bowien (1899-1972) - Reparaturarbeiten am „Roten Haus“, 1961

Die Malerin Bettina Heinen-Ayech (1932-2020) hinterließ im zentralen oberen Raum ein Fresko und ein Fries von welchen noch Teile erhalten sind. An mehreren Stellen des Hauses – sowohl im Außen- als auch im Innenbereich sind künstlerisch gestaltete Kacheln der Malerin Bettina eingelassen.


Bettina Heinen-Ayech ( 1937-2020) - Das Dach des Roten Hauses, Aquarell, 2018
Bettina Heinen-Ayech ( 1937-2020) - Das Dach des Roten Hauses, Aquarell, 2018

Alle Maler der Künstlerkolonie - Erwin Bowien (1899-1972) , Amud Uwe Millies (1932-2008) und Bettina Heinen-Ayech (1937-2020) – nutzten die Räumlichkeiten als Atelier und Ausstellungsräume.


Amud Uwe Millies (1932-2008): Ansicht vom Roten Haus und vom alten Pumpenhaus, ca. 1958
Amud Uwe Millies (1932-2008): Ansicht vom Roten Haus und vom alten Pumpenhaus, ca. 1958