Die Künstlerkolonie

Künstlerkolonie im „Schwarzen Haus“



Der Lyriker und Schriftsteller Hanns Heinen (1895-1961) erwarb 1932 in der bergischen Stadt Solingen ein Fachwerkensemble bestehend aus zwei historischen Gebäuden. Im größeren der beiden, dem sogenannten „Schwarzen Haus“, entstand auf Betreiben der kunstsinnigen Hausherrin – Erna Heinen-Steinhoff (1898-1969), ein Literarischer Salon.


Bettina Heinen-Ayech (1937-2020) - Im Keller des Schwarzen Hauses zu Solingen
Bettina Heinen-Ayech (1937-2020) - Im Keller des Schwarzen Hauses zu Solingen

1945 zog – als erster Maler der sogenannten „Künstlerkolonie“ – der aus dem Exil wiederkehrende Künstler Erwin Johannes Bowien (1899-1972) dort ein. Dieses Haus mit dem kleinen Atelier nebenan, dem sogenannten „Roten Haus“, wurde fortan bis zur Mitte der 60er Jahre sein festes Domizil, von dem er aus das gesamte Bergische Land erwanderte und auf Leinwand bannte. Danach teilt Erwin Bowien sein Leben zwischen Solingen und Weil am Rhein auf; unzählige Reisen durch Deutschland mit dem Schaffensschwerpunkt: Darstellung des Rheinstromes von der Quelle bis zur Mündung unter besonderer Berücksichtigung der großen rheinischen Kathedralen. Als ständig Reisender unternahm er aber auch ausgedehnte Reisen in die Schweiz und nach Norwegen.


Erwin Bowien (1899-1972): Frühstück im Schwarzen Haus, 1955
Erwin Bowien (1899-1972): Frühstück im Schwarzen Haus, 1955

Er entdecke das Talent seiner kleinen Mitbewohnerin, der Tochter des Hauses – Bettina Heinen-Ayech (1937-2020) – welche er ab 1950 systematisch zur Künstlerin ausbildete. Ab 1955 kam der Hamburger Künstler Amud Uwe Millies (1932-2008) hinzu und bezog als dritter und letzter Maler den Ort. In den Jahren 1969 bis 1971 lebte und arbeitete der Bildhauer Ernst Egon Osländer (1928-2015) im Anwesen.


Bettina Heinen-Ayech (1937-2020) - Bergische „ Dröppelmina“ und andere Kannen im Vestibül des „Schwarzen“ Hauses",  1953
Bettina Heinen-Ayech (1937-2020) - Bergische „ Dröppelmina“ und andere Kannen im Vestibül des „Schwarzen“ Hauses", 1953

Die Künstlerin Bettina Heinen-Ayech verblieb als letzte - bis zu Ihrem Tode - in den Häusern, wo sie – im Wechsel zu Ihrem weiteren Wohnort im algerischen Guelma - ihr deutsches Atelier betrieb.


Die Künstler

Künstler der Künstlerkolonie



Die drei Maler - Bettina, Bowien und Amud – inspirierten sich gegenseitig und wurden tatkräftig durch Hanns Heinen und Erna Heinen-Steinhoff gefördert und unterstützt. Diese Künstlerkolonie ist im Bergischen Land in dieser Form einmalig und stellt ein ganz besonders Stück Kunstgeschichte der Nachkriegszeit dar.


Die Motive im Bergischen Umfeld

Motive der Künstlerkolonie im Bergischen Umfeld



Internationaler Dialog

Länder, in welchen die Protagonisten der Künstlerkolonie tätig waren



Bescheinigungen und Dokumente

Offizielle Dokumente